Akademie Naturgemaess Leben

Die Wiederbesinnung auf eine Lebensweise im Einklang mit der Natur ist eine zukunftsfähige Perspektive für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes, aber auch für einen neuen Umgang mit städtischem Grün. Die Akademie Naturgemäß Leben e.V. begleitet mit praktischen Hinweisen zur Umsetzung für eine naturgemäße Lebensweise im Haus-, im Garten oder bei städtischen und ländlichen Gemeinschaftsprojekten wie dem Gärtnerhofprojekt auf dem Land oder dem Generationen übergreifenden Wohnprojekt in Stadt und Land.

Dies wird zu einer Bereicherung der Natur- und Kulturlandschaft mit regionalem und überregionalem Effekt führen. Die Erhaltung der Biodiversität von Wild – und Kulturpflanzen ist ein erklärtes Ziel der Akademie Naturgemäß Leben e.V. Dadurch steigert sich für die Bewohner die Attraktivität der Region. Ein weiterer Effekt ist die Identifikation mit dem Standort und die Verbundenheit mit der Natur und der Heimat. Nachhaltige Wirtschaftsweisen im (Privat-) Garten- und im gewerblichen Agrar-/ und Baubereich werden die Folge sein.

Zielgruppen sollen Bürger der Region, Jugendliche, Schüler, Schulklassen, Kindergärten, junge Familien im ländlichen Raum sein. Aber auch Kleingärtner aus der Region, Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer mit Hausgärten sowie ökologisch arbeitende Gartenbau- und, Landwirtschaftsbetriebe, Nebenerwerbsbetriebe, Menschen, die eine neue, naturbezogene Orientierung suchen. Darüber hinaus werden Interessenverbände im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes, Kleinbetriebe und Vereine angesprochen. Bedeutend ist die Vernetzung von ökologisch arbeitenden Gartenbau- und Handwerksbetrieben.

 

Die beispielhafte Anlage von Kleingärten nach Permakultur- und biologischen Anbauprinzipien ist eine der Aufgaben der Akademie Naturgemäß Leben e.V., dazu gehören:

- Der Aufbau von Innovationsschwerpunkten für nachhaltige existenzsichernde Wirtschafts- und Lebensweise in einer unsicherer werdenden Arbeitswelt.

- Die Anlage von Versuchs- und Lehrgarten, Obst- und Funktionsgärten mit baulichen Einrichtungen (Gartenhäusern, Seminargebäude, Musterhaus) sowie der Infrastruktur zur notwendigen Ver- und Entsorgung sind geplant.

- Die Bedeutung nachhaltiger regionaler Wirtschaftskreisläufe für die Bürger im Einklang mit der Natur wird herausgestellt. Die Subsistenzperspektive entlastet in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit die Bürger durch die Selbstversorgung mit gesunden Lebensmitteln.

- Praktische Hinweise zu Planung, Anlage, Gestaltung und Bewirtschaftung. Grünes Klassenzimmer, Obstwiese, Waldgarten, Meditationsplatz, Picknickplatz mit Feuerstelle, Lehmbackofen, Obst-, Gemüse-, Heil- und Duftkräutergarten, Bauerngarten, ein Garten für Kinder (mit Bereichen für Naturerfahrung, Kreativität, Ruhe und Kommunikation, Spiel und Bewegung, Nutzgarten und Naschecke).

- Bauliche Maßnahmen Alle Gebäude (Gartenhäuser, Seminargebäude, Musterhaus) sollen in ökologisch-ganzheitlicher Bauweise (Strohballen-, Hanf-Lehmbauweise) errichtet werden, alle Dächer begrünt werden. Der Einsatz von Komposttoiletten (bes. in Gartenhäusern) ist geplant.

- Die Energieversorgung soll ausschließlich mit regenerativen, alternativen Energieträgern (u.a. passiv/aktiver Solartechnik) in dezentralen Anlagen sichergestellt werden.

- Wasserhaushalt Teiche, Dachentwässerung, dezentrale Abwasserreinigung (Pflanzenkläranlagen) und Regenwasserbewirtschaftung werden sinnvoll miteinander kombiniert, um dem Boden nach der Nutzung das Wasser wieder zuzuführen. Anlage von Teichen (Aquakultur, Biotope).

- Das Kleingartenmodell soll Permakulturansätze bieten: Waldgarten, Sonnenfallen, Abschirmung durch Wind- und Vogelschutz hecken, heimische Wildstauden. Pflanzenkombinationen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Kultivierung alter Nutzpflanzensorten und gentechnikfreie Saatgutgewinnung.

- Bodenverbesserungsmaßnahmen: Anwendung unterschiedlicher Mulchtechniken, Flächenkompostierung zur Verbesserung der Bodenstruktur und der Bodenmikrobiologie, Behandlungen mit effektiven Mikroorganismen (EM), und alternativen, natürlichen Bodenbehandlungsmitteln.

- Ernährungsvielfalt: Die Mustergärten zeigen beispielhaft die Möglichkeit intensiver Obst und Gemüseproduktion auf kleinster Fläche, um eine größtmögliche Ernährungsvielfalt mit gesunden, rückstandsfreien Lebensmitteln zu erreichen.

- Forschung und Entwicklung: Wissenschaftliche Beobachtung und Dokumentation in Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen. Bodenuntersuchungen, Nährstoffgehalt, Vitalität , Wasser- und Pflanzenqualität. Bauphysikalische Messungen für die mit Naturmaterialien errichteten Gebäude, zur Energieversorgung und zu Entsorgungstechniken.

- Beratung, Planungsangebote, Seminare, Ausstellungen und Kurse, Workshops, Presseauftritte, Tag der offenen Tür sollen organisiert werden.

- Verbreitung der Gärtnerhofidee und von generationenübergreifenden Wohnprojekten als ökosozial ausgerichtetem Zukunftsmodell, um im Einklang mit der Natur nachhaltig zu wirtschaften. Der Naturgarten, kein "Hobby", sondern sinngebende Ergänzung und Alternative zur Erwerbstätigkeit.

- Informationen über den schonenden Umgang mit den Ressourcen, über ökologischen Nutz- und Zierpflanzenanbau und die Selbstversorgung mit gesunden Lebensmitteln werden angenommen.

- Berufliche Perspektive: Das Projekt soll ein Modellvorhaben für Menschen im Beruf, in Teilzeit und für Arbeitslose werden. Berufliche Qualifizierungsmaßnahme in Richtung ökologischer Anbau- und Wirtschaftstechniken werden aufgezeigt.

- Das Projekt leistet einen Beitrag zur allgemeinen Umweltbildung und zur Sensibilisierung für die schützenswerte Vielfalt der Natur.

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